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Quo vadis VfL

(16.04.2016) Weil am Rhein
Nach der bitteren 6:17 Niederlage beim Tabellenvierten, der SSG Weil am Rhein finden sich die VfL Wasserballer ganz tief im Ligakeller wieder und halten die rote Laterne fest in der Hand. Nach fünf in Folge verlorenen Spielen und 0:10 Punkten schrillen nun sämtliche Alarmglocken.

So hat man sich den Start in die neue Saison sicher nicht vorgestellt. Dass man nicht gleich um den Wiederaufstieg mitspielen kann, war zwar vorher schon anzunehmen, aber man rechnete auf Kirchheimer Seite schon mit einer sicheren Platzierung im oberen Tabellendrittel. Danach sieht es nun nicht mehr aus und man muss sich wohl oder übel voll auf den Abstiegskampf konzentrieren. Nach dem Durchmarsch von der Bezirksliga in die Oberliga und dem dortigen Verbleib im Tabellenmittelfeld, droht nun der Fahrstuhl in die entgegengesetzte Richtung ab zu fahren. Die Arbeit von Trainer Peter Funke wird zusätzlich dadurch erschwert, dass er bei der ohnehin schon sehr dünnen Spielerdecke dauerhaft auf wichtige Leistungsträger verzichten muss. Schon in der letzten Saison wurde Abwehrrecke Aleksandar Suf schmerzlich vermisst. Mit dessen Einsatz wird wohl auch nicht mehr zu rechnen sein. Ebenso wird Alexander Gonser aufgrund einer Hüftverletzung dem aktiven Wasserballsport den Rücken kehren müssen. Ob und wann Stratege Henning Seibold wieder ins Spielgeschehen eingreifen wird, ist ohnehin fraglich.

Während sich die Ligakonkurrenten, vor allem die WBG Villingen/Schwenningen, der SV04 Heidenheim, der SSV Freiburg und die SSG Heilbronn in Sommerpause massiv mit Spielern von extern verstärkten, schlugen die Bemühungen der Teckstädter in dieser Richtung fehl. Dementsprechend musste man bei den bisherigen Spielen, die allesamt auswärts stattfanden, mit gerade mal 1-2 Auswechselspielern antreten. Das Muster der Niederlagen zog sich wie ein roter Faden durch sämtliche Begegnungen: während man meist die ersten beiden Viertel ausgeglichen gestalten konnte, kam irgendwann der Einbruch. So auch letzten Samstag, als die Südbadener ab Mitte des zweiten Viertels bis Ende des dritten Viertels 8 Tore in Folge erzielten, während der VfL nicht einmal den Ball im Kasten unterbringen konnte.

Dennoch zeigt sich Trainer Funke kämpferisch: „In den letzten Jahren konnten wir immer in der Freibadsaison verlorenes Areal zurückerobern und die stärksten Spiele haben wir ohnehin immer im heimischen Becken abgeliefert“ meinte er in einen kurzen Statement. Noch ein letztes Hallenspiel steht am 04.05. in Freiburg auf dem Plan, bevor noch zwei weitere Auswärtsbegegnungen in Gemmingen und Reutlingen anstehen. Am 04.06. kann der VfL dann endlich erstmals vor heimischem Publikum gegen den SSV Freiburg auf Punktejagd gehen. Diese wären dann auch bitternötig, wenn man dem drohenden Abstieg noch entrinnen möchte.

SSG Weil am Rhein – VfL Kirchheim 6:17
Süss, M. Gonser (2), Stecher, Rieke, Ölsner (3), U. Gonser (1), Kreipl, Pfannenstein, Funke

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